Berlin (dpa) - DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat Fritz Keller als "aktiven Präsidenten" bezeichnet.

"Er ist an den sportlichen Themen sehr interessiert, auf ehrliche und direkte Weise, das finde ich angenehm", sagte Bierhoff (51) im Interview des "Kicker" und betonte, dass der Freiburger "seine Vorstellungen und Gedanken" habe. Keller ist seit Ende September DFB-Präsident.

Auf einer Reise mit einigen Bundesliga-Managern nach Nordamerika stellte Bierhoff kürzlich fest, dass der US-Sport bei den "sportlichen Einrichtungen" dem europäischen Topsport nichts voraus habe: "Wir haben hierzulande eine sehr gute Infrastruktur, da kann der US-Sport auch von uns lernen."

Interessant fand er, dass beim Football-Team San Francisco 49ers nicht der General Manager die Verträge beispielsweise mit den Trainern macht, sondern ein eigens dafür beschäftigter Verhandler: "Bereits jetzt haben viele deutsche Clubs einen Kaderplaner installiert. Ich kann mir vorstellen, dass in Zukunft auch jemand zum Team gehört, der ein guten Feeling für solche Gespräche hat und eigens für Verhandlungen Energie aufbringen kann."

Interview im Kicker (Bezahlbereich)