Bremen (dpa) - Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hat der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorgeworfen, ein "schlechter Verlierer" zu sein. Der SPD-Politiker reagierte damit im "Weser Kurier" auf die Kritik von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Seifert hatte nach dem verlorenen Streit um die Kostenbeteiligung von Fußballvereinen an Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen Mäurers Forderung nach einer bundeseinheitlichen Regelung zurückgewiesen. "Es wird niemals einen Solidarfonds geben", hatte Seifert dem "Kicker" gesagt. "Mit welchem Recht soll die DFL Vereine wie Sandhausen, Freiburg, Heidenheim oder Hoffenheim an einem Polizeieinsatz in einem anderen Bundesland beteiligen?"

Es gebe die unterschiedlichsten Modelle, die man sich vorstellen könne, argumentierte Mäurer dagegen nun. Man könne etwa reichere und weniger reiche Clubs unterschiedlich belangen. "Aber offenbar ist der Begriff ,Solidarfonds‘ nicht im Wortschatz der DFL-Geschäftsführung vorhanden", sagte der SPD-Politiker.

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hatte Ende März geurteilt, dass eine Beteiligung des Veranstalters von Bundesligaspielen an zusätzlichen Polizeikosten grundsätzlich zulässig sei. Auslöser des Streits war ein Gebührenbescheid des Landes Bremen über rund 400 000 Euro für den umfangreichen Polizeieinsatz beim Nordderby Werder Bremen gegen Hamburger SV im Jahr 2015. Seither sind in Bremen 2,3 Millionen Euro an polizeilichen Mehrkosten aufgelaufen.

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