Los Angeles (dpa) - Im FIFA-Korruptionsskandal geht der Fußballverband von Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (CONCACAF) in die Offensive.

Der Verband hat wegen Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe Klage vor dem District Court in Los Angeles Klage eingereicht, berichtet die New York Times. Über drei Jahre hinweg sollen der frühere CONCACAF-Präsident Joseph Webb und Generalsekretär Enrique Sanz dem Reiseveranstalter Cartan Tours überteuerte Aufträge in Höhe von mindestens 40 Millionen Dollar zugeschanzt und dafür eine Erfolgsbeteiligung erhalten haben. CONCACAF verklagt den Reiseveranstalter, drei mit ihm verbundene Unternehmen und zwei Manager der Unternehmen.

Cartan bezeichnete die Anschuldigungen als haltlos, berichtet die Zeitung weiter. CONCACAF sei daran interessiert, sich als Opfer innerhalb eines Systems darzustellen, das von einzelnen Spitzenfunktionären ausgenutzt wurde.

In den weltweiten Bestechungsskandalen im Fußball hat sich bisher mehr als ein Dutzend Funktionäre der CONCACAF-Region schuldig bekannt. Webb ist einer von 14 bislang Verurteilten. Er wurde zur Rückzahlung von 6,7 Millionen Dollar verpflichtet.

Bericht New York Times