Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Fußball erinnert am Spieltag rund um den 27. Januar zum 15. Mal an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Die Initiative "!Nie wieder" hat dazu bei der 2. Frankfurter Versammlung im deutschen Fußball in Frankfurt/Main aufgerufen. Die Vereine wenden sich damit "gegen jene, die den Fußball mit antisemitischen und rassistischen Parolen und Aktionen vergiften und missbrauchen", hieß es. Dazu gehörten auch Stadiondurchsagen.

Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee rund 7500 überlebende Häftlinge des Lagers befreit. Reinhard Grindel erklärte bei der Veranstaltung als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Dort, wo es Vorfälle gegeben hat, schicken wir Leute hin. Wir gucken genau hin. Was die Anzahl der Fälle angeht, muss man auch deutlich sagen: 99,5 oder 99,6 Prozent aller Spiele in Deutschland laufen ohne Störung ab."

Reinhard Rauball, Präsident der Deutschen Fußball Liga, kritisierte den Umgang mancher Medien mit dem Thema Nationalsozialismus. "Ich ärgere mich immer schwarz, wenn ich am Wochenende spät nach Hause komme, und schau dann im Fernsehen nochmal nach und dann kommen diese ganzen Dokumentationen aus dem Dritten Reich. Die kommen ja immer wieder", sagte der Boss von Borussia Dortmund. Zumindest eine moralische Verantwortung der Sender sei da, diese Dinge zu überdenken: "Denn sie geben auch Anreiz, bestimmte Dinge gut zu finden und nachzuvollziehen."

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