Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Fußball-Bund hat sich von der Kritik seines Präsidiumsmitglieds Peter Peters am Verband distanziert und an Absprachen erinnert.

"Peter Peters steht als 1. Vizepräsident des DFB in der Mitverantwortung. Wir halten uns darüber hinaus strikt an die am 23. Oktober einstimmig getroffene Festlegung, nicht in den Medien übereinander, sondern persönlich und miteinander zu sprechen", heißt es in einer von den sechs Vizepräsidenten mit Rainer Koch an der Spitze und Schatzmeister Stephan Osnabrügge unterzeichneten Erklärung des DFB. Nicht als Absender erwähnt ist Verbandsboss Fritz Keller.

Die Funktionäre verwiesen darauf, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit ihren Vertretern ebenfalls Teil des DFB-Präsidiums seien. Peters hatte in einem "Kicker"-Beitrag massive Probleme im deutschen Fußball angeprangert und die DFB-Führung scharf kritisiert. Der 58 Jahre alte frühere Finanzvorstand des FC Schalke 04 mahnte Gesprächsbedarf "über tatsächliche und vermeintliche Fehlentwicklungen" an.

"Kritisch mit Blick auf die Dissonanzen beim DFB sehe ich das fehlende Miteinander in der Spitze ohne jedes Vertrauen", sagte der 1. Vizepräsident Profifußball des DFB. Dort gebe es "unfassbar viele Indiskretionen". Peters ist auch Stellvertretender Sprecher des Präsidiums und Vorsitzender des Aufsichtsrats bei der DFL.

Peters wird sich im kommenden April im Rahmen des UEFA-Kongresses auf Vorschlag des DFB-Präsidiums zur Wahl für den FIFA-Rat stellen. Von Seiten der DFL gab es zuletzt immer wieder Kritik am Krisenmanagement des DFB.

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DFB-Mitteilung vom 23. Oktober