Berlin (dpa) - DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat nach seiner Verbalattacke gegen deutsche Top-Sportfunktionäre die Kritik des früheren Leichtathletik-Spitzenmanns Helmut Digel zurückgewiesen.

Er habe das ehemalige Council-Mitglied des Weltverbands IAAF weder verleumdet noch selbst eines unkorrekten Verhaltens bezichtigt, hieß es in einer Mitteilung des Deutschen Olympischen Sportbundes. Daher sehe Hörmann auch keinerlei Anlass, sich bei Digel zu entschuldigen. Entsprechend habe der DOSB-Chef auch Digel in einem persönlichen Schreiben auf seinen offenen Brief geantwortet.

Hörmann hatte bei der DOSB-Mitgliederversammlung in Hannover in der Vorwoche mehrere deutsche Spitzenfunktionäre wie Digel und den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger scharf angegriffen. Digel warf er vor, beim Korruptionsskandal in der IAAF um dessen inzwischen suspendierten Präsidenten Lamine Diack weggeschaut zu haben. Digel hatte daraufhin öffentlich von Entgleisungen, die für mich einer persönlichen Verleumdung gleicht gesprochen.

Hörmann erklärte nun, er habe lediglich auf Aussagen von Digel im ZDF-Sportstudio Bezug genommen. Mir ging und geht es ausschließlich darum, Verantwortung zu übernehmen für den Sport, dessen Glaubwürdigkeit derzeit an zahlreichen Stellen auf eine harte Probe gestellt wird, schrieb Hörmann an Digel und fügte hinzu: Wir haben die gemeinsame Herkulesaufgabe vor uns, diese Glaubwürdigkeit wiederherzustellen. Das ist überlebensnotwendig für eine erfolgreiche Zukunft des Sports.

Mitteilung des DOSB