Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund befürchtet negative Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Nachwuchs im Sport.

"Wir wissen, dass sich die Mitgliederzahlen in den Vereinen wegen der fehlenden Angebote in der Pandemie-Zeit reduzieren, vor allem auch für Kinder und Jugendliche", sagte Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im DOSB, der Deutschen Presse-Agentur. "Talentsichtungs- und Talentfördermaßnahmen waren und sind nicht wie gewohnt durchzuführen." Außerdem habe es fast keine Wettkämpfe gegeben, und die Trainingsmöglichkeiten für den Nachwuchs in den Landeskadern seien seit Monaten eingeschränkt oder gar nicht gegeben.

"Bei den Bundeskaderathleten ist die Situation im Vergleich etwas besser, aber auch nicht gut", berichtete er. "Hier haben wir mindestens einen Jahrgang schon verloren." Man müsse noch abwarten, was dies alles für den langfristigen Leistungsaufbau konkret in den einzelnen Sportarten bedeute. "Aber eine Leistungsdelle ist zu erwarten", sagte Schimmelpfennig.

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Informationen zur Coronvirus-Pandemie auf dosb.de

Nachwuchsleistungskonzept des DOSB für 2020