Berlin (dpa) - Der einflussreiche Sportfunktionär Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah aus Kuwait lässt vorübergehend sein Amt als Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees ruhen.

Das geht aus einer Stellungnahme hervor, die das Büro des Scheichs abgab. Grund dafür sind Untersuchungen der IOC-Ethikkommission gegen ihn in Verbindung mit einem juristischen Verfahren in der Schweiz. Scheich Ahmad ist seit 26 Jahren IOC-Mitglied, er gilt als Unterstützer von IOC-Präsident Thomas Bach.

Die Schweizer Zeitung "Les Temps" hat berichtet, dass der der 55-Jährige und vier andere Personen vor einem Genfer Gericht angeklagt wurden. Sie sollen angeblich gefälschte Videos von zwei kuwaitischen Regierungsmitgliedern angefertigt haben. Im Hintergrund stehen laut Website insidethegames Vorwürfe von Scheich Ahmad gegen einen früheren Premierminister Kuwaits und einen Regierungssprecher, öffentliche Mittel veruntreut und einen Umsturz versucht zu haben.

"Scheich Ahmad beabsichtigt, seinen Dienst für das IOC bei der nächstmöglichen Gelegenheit wieder aufzunehmen", heißt es in der Stellungnahme, in der die Vorwürfe bestritten werden.

Bericht bei Insidethegames