Berlin (dpa) - Die beiden in Zürich festgenommenen FIFA-Vizepräsidenten JUAN ANGEL NAPOUT und ALFREDO HAWIT BANEGAS sind noch nicht lange im Amt. Sie übernahmen ihre Posten beim Fußball-Weltverband erst vor kurzem.

Ihre Vorgänger Eugenio Figueredo aus Uruguay und Jeffrey Webb von den Kaimaninseln waren bei der ersten Verhaftung in Zürich im Mai unter den Festgenommenen.

NAPOUT kommt aus Paraguay. Er führt seit 2014 den südamerikanischen Fußball-Verband CONMEBOL - zunächst übergangsweise, bis er 2015 ohne Gegenkandidat für die nächsten vier Jahre gewählt wurde. Zuvor durchlief er verschiedene Stationen in Fußball-Organisationen seines Heimatlands.

Der 57-Jährige gilt als Rechtsexperte, der die FIFA-Statuten mitreformierte. Eine Kandidatur für das Amt des FIFA-Chefs schloss er im Oktober aus. Für mich ist es wichtig, hier aufzuräumen, sagte der Fußballfunktionär damals, nachdem wegen des Korruptionsskandals bereits zwei ehemalige CONMEBOL-Präsidenten festgenommen worden waren. Die Aufhebung der Immunität des CONMEBOL-Verbandssitzes in der Nähe der paraguayischen Hauptstadt Asunción im Sommer befürwortete Napout. Dieser Schutz vor Ermittlungen hatte rund 20 Jahre gegolten.

BANEGAS trat international dagegen bisher weniger in Erscheinung. Der 64-Jährige ist Präsident des nord- und mittelamerikanischen Kontinentalverbands CONCACAF. Er führt zudem den nationalen Fußballverband von Honduras.

Biografie von Napout auf CONMEBOL-Seite

Kurz-Bio von Banegas auf der Seite der CONCACAF