Zürich (dpa) - Angesichts des Korruptionsskandals hat die FIFA die Fußballverbände von Guatemala und Honduras unter Zwangsverwaltung gestellt.

Für die beiden mittelamerikanischen Länder werde jeweils ein fünfköpfiges Normalisierungskomitee eingesetzt, das bis auf weiteres die Geschäfte führt, teilte der Fußballweltverband am Freitag mit. Die Komitees sollen zudem die Statuten der nationalen Verbände den FIFA-Standardstatuten angleichen und Wahlen organisieren. Ihr Mandat ist bis zum 30. September kommenden Jahres befristet.

Der Präsident des guatemaltekischen Fußballverbands, Brayan Jiménez, und der Vorsitzende des honduranischen Verbandes, Alfredo Hawit, wurden vom US-Justizministerium wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der Vermarktung internationaler Turniere angeklagt. Jiménez ist auf der Flucht. Hawit sitzt in der Schweiz in Haft und wehrt sich gegen seine Auslieferung an die USA.

Mitteilung FIFA

Mitteilung US-Justizministerium