Nyon (dpa) - Der Fußball-Weltverband macht sich bereits auf juristische Fragen bei einer Verlängerung von Spielzeiten über den 30. Juni hinaus gefasst.

"Wir sind uns völlig im Klaren, dass es einzelne Umstände in unterschiedlichen Rechtsordnungen geben kann, die Fragen aufwerfen oder eine Herausforderungen darstellen", sagte FIFA-Vizepräsident Victor Montagliani der Nachrichtengantur AP. Der 54 Jahre alte Kanadier führt die Taskforce der FIFA zum Coronavirus an.

Die meisten europäischen Ligen hoffen, ihre Spielzeiten bis zum 30. Juni zu Ende bringen zu können. Der Tag ist Stichtag vieler Verträge von Spielern, Trainern, aber auch von Sponsoren. Ab 1. Juli hat normalerweise der neue Verein ein Anrecht auf seinen neuen Mitarbeiter. Sollten die Saisons aber über den 30. Juni hinaus dauern, müsste nachjustiert werden.

Es wäre wie sonst auch, die Fälle würden durch die gewöhnlichen juristischen Instanzen gehen, meinte Montagliani. Ungeklärt ist vor allem auch, wie es rechtlich zwischen zwei Clubs aus verschiedenen Ländern aussehen und ausgehen könnte. Letztlich müssten alle Vertragspartner eine Einigung erzielen und den Vertrag entsprechend anpassen, meinte der FIFA-Vizepräsident.