Tegucigalpa (dpa) - Der im FIFA-Korruptionsskandal beschuldigte honduranische Ex-Präsident Rafael Leonardo Callejas will sich den US-Behörden stellen.

Der ehemalige Staatschef sei mit einem Privatflugzeug in die Vereinigten Staaten gereist, sagte der honduranische Außenminister Arturo Corrales dem Radiosender HRN. Er sei freiwillig in die USA geflogen und werde von seinen Anwälten und Angehörigen begleitet.

Am Montag oder Dienstag werde Callejas seine Aussage vor einem Gericht in New York machen, sagte sein Anwalt Tito Hernández. Sein Mandant werde versuchen, gegen die Zahlung einer Kaution auf freiem Fuß zu bleiben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die es Rafael Callejas erlauben, den Anschuldigungen außerhalb eines Gefängnisses entgegenzutreten, sagte Hernández der Zeitung El Heraldo. Das sei einer der Vorteile, wenn man sich freiwillig stelle.

Callejas war von 1990 bis 1994 Präsident des mittelamerikanischen Landes und stand bis August an der Spitze des honduranischen Fußballverbands Fenafuth. Er gehört zu den 16 vom US-Justizministerium angeklagten Fußball-Funktionären, die bei der Vermarktung internationaler Turniere Schmiergelder kassiert haben sollen.

Bericht Radio HRN

Mitteilung US-Justizministerium

Statement Hernández bei La Prensa, Video

Bericht El Heraldo