Zürich (dpa) - Sollte das FIFA-Council wie erwartet den Einsatz von Videoschiedsrichtern bei der Fußball-Weltmeisterschaft erlauben, sollen die Referee-Assistenten in Russland die Spiele verfolgen. Dies bestätigte der Fußball-Weltverband am 12. März auf Anfrage.

In einem Radiobeitrag aus Kolumbien war zuvor unter Berufung auf eine Äußerung des kolumbianischen Schiedsrichter-Funktionärs Oscar Ruiz behauptet worden, dass die Video-Assistant-Referees (VAR) von Deutschland aus die Entscheidungen der WM-Schiedsrichter kontrollieren sollten.

In der Bundesliga sitzen die Video-Referees für alle Spiele in Köln. "Solche Pläne gibt es nicht", hieß es von der FIFA. Präsident Gianni Infantino hatte nach der generellen Erlaubnis zur Einführung von Video-Schiedsrichtern durch das International Football Associatioon Board (IFAB) Anfang März in Zürich gesagt, dass die VAR bei der WM in Moskau arbeiten werden. Dort haben die WM-Referees während des Turniers ihr Hauptquartier.

Das FIFA-Council berät am 16. März in Bogotá über den WM-Einsatz der VAR. Eine Zustimmung des Gremiums um DFB-Präsident Reinhard Grindel gilt als sicher. FIFA-Chef Infantino ist ein großer Befürworter des Video-Einsatzes. Grindel hatte nach der IFAB-Entscheidung jedoch auch mahnende Worte gesprochen. Voraussetzung für die Zustimmung sei, dass Infantino "uns die Zuversicht vermittelt, dass die Workshops und technischen Vorbereitungen ausreichen, damit die Schiedsrichter die Vorgaben des IFAB-Protokolls sachgerecht umsetzen", sagte Grindel.

"Wichtig ist auch, dass die Schiedsrichter-Teams so zusammengesetzt sind, dass eine klare Kommunikation gewährleistet ist", betonte Grindel. Beim Confederations Cup im vergangenen Jahr in Russland hatte es - wie auch in der Bundesliga - einige Pannen gegeben.

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