Seoul (dpa) - Die Olympischen Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang können nach Ansicht von IOC-Präsident Thomas Bach helfen, das politisch tief gespaltene Land zu einen.

"Angesichts der politischen Differenzen, die Ihr Land derzeit erlebt, können die Spiele die Menschen zusammenbringen", sagte Bach laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap nach der Auszeichnung mit der Ehrendoktorwürde der Nationalen Sport-Universität in Seoul.

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) spielte auf den Korruptionsskandal an, der die bisherige Präsidentin Park Geun Hye das Amt gekostet hatte. Der Skandal um eine langjährige Vertraute Parks hatte das Land monatelang aufgewühlt. Am Freitag wurde Park durch das Verfassungsgericht vorzeitig des Amtes enthoben. Sie soll ihrer Freundin geholfen haben, Unternehmen zu nötigen, ihre Stiftungen und Organisationen mit Millionen zu fördern.

Die Unterstützung der Südkoreaner und ihrer Regierung für die Olympischen Spiele gehe "über die politischen Differenzen hinaus", sagte Bach, der wegen eines geplanten Treffens der IOC-Exekutive am Donnerstag und Freitag in Südkorea ist. Dabei geht es auch um den Stand der Vorbereitungen für die Spiele. Er habe nichts als positive Dinge über die Vorbereitungen gehört, so Bach. Er glaube, dass die Südkoreaner nach den Olympischen Spielen 1988 in Seoul auch erfolgreiche Winterspiele abliefern werden.

Die IOC-Seite zu den Spielen in Südkorea

Die Seite des südkoreanischen Organisationskomitees