Tokio (dpa) - Die Olympia-Macher von Tokio wollen für die einreisenden Athleten im kommenden Sommer Ausnahmen von den strengen Coronavirus-Regeln in Japan erwirken.

Die Sportlerinnen und Sportler sollten dann trotzdem ins Land kommen und während der verpflichtenden 14-tägigen Quarantäne auch trainieren dürfen, sagte Toshiro Muto, Geschäftsführer des Organisationskomitees.

Zuvor hatte sich eine Arbeitsgruppe getroffen, die Pläne für Sommerspiele unter Corona-Bedingungen entwickeln soll. Olympia und Paralympics in Tokio waren wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt worden.

Am 24. und 25. September kommen Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees, der japanischen Regierung, der Stadt Tokio und die lokalen Organisatoren für Video-Sitzungen zusammen. IOC-Präsident Thomas Bach sprach bereits mit Japans neuem Ministerpräsidenten Yoshihide Suga, wie das Außenministerium bestätigte. Die Olympia-Planer hatten zuvor mehrfach betont, die Spiele in Tokio unter allen Umständen austragen zu wollen.

Bis zum Dezember soll eine Taskforce Konzepte vorlegen, wie Olympia mit Corona-Einschränkungen organisiert werden kann. Diskutiert wird unter anderem, ob Athleten sich nur zwischen Unterkunft, Wettkampfstätte und Trainingsort bewegen dürfen. Zudem sollen Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten und zur Vereinfachung der Spiele vorgeschlagen werden. Offen ist auch, ob und mit wie vielen Zuschauern Olympia und Paralympics veranstaltet werden können.

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Zeitplan für Sommerspiele in Tokio