London (dpa) - Der frühere englische Nationalspieler Paul Scholes ist vom englischen Fußballverband FA wegen Verstoßes gegen die Wettregeln angeklagt worden.

Dem 44-Jährigen wird zur Last gelegt, zwischen dem 17. August 2015 und dem 12. Januar 2019 insgesamt 140 Wetten auf Fußballspiele platziert und damit gegen die entsprechende Regel der FA verstoßen zu haben. Laut dieser Regel ist es Spielern oder anderen Personen untersagt, auf ein Spiel oder einen Wettbewerb zu wetten, an dem sie selbst teilnehmen oder auf den sie Einfluss haben.

Scholes ist seit März 2014 gemeinsam mit seinen früheren Mitspielern von Manchester United, Gary und Phil Neville, Ryan Giggs und Nicky Butt, Eigentümer von Salford City. Der damalige Verein aus der Northern-Premier-League stieg bis zum letzten Sommer dreimal auf und spielt nun in der fünftklassigen National League. Dort liegt der Aufsteiger drei Spieltage vor dem Ende mit zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Leyton Orient auf dem zweiten Rang.

Der 66-malige Nationalspieler übte zudem im Februar und März 2019 das Amt des Trainers beim Viertligisten Oldham Athletic aus. Die Anklage bezieht sich aber auf die Zeit davor. Scholes hat bis zum 26. April Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren. Erst dann wird das Strafmaß festgelegt. Frühere Profis wie Joey Barton oder Martin Demichelis wurden je nach Schwere des Verstoßes mit Sperren oder Geldstrafen belegt.

Mitteilung des englischen Fußballverbandes FA