Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat erneut bekräftigt, den Bremer Vorstoß zu einer Beteiligung der Vereine an Polizeikosten bei Hochrisikospielen abzulehnen. 

Einen bundesweiten  Fonds, den Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) vorstellte, leiste demnach "keinen Beitrag dazu, Polizei-Einsatzstunden zu reduzieren und Probleme zu lösen", wie die DFL schrieb. Demnach gebe es außer in Bremen in keinem anderen Bundesland eine gesetzliche Gebührenregelung.

"Es fehlt daher bereits an den rechtsstaatlichen Mindestvoraussetzungen für Forderungen an die DFL und die in ihr zusammengeschlossenen 36 Clubs im Rahmen eines solchen "bundesweiten Fonds", schrieb die Deutsche Fußball Liga. Mäurer hingegen sagte: "Ein bundesweiter Fonds vermeidet komplizierte Abrechnungen, ist für alle Seiten planbar und verteilt die Lasten gerecht."

Die DFL behalte sich nach eigenen Angaben weiter einen Gang zum  Bundesverfassungsgericht vor. Eine Reduzierung von Polizei-Stunden sei nur über Gespräche mit allen Beteiligten möglich, hieß es. Das Bundesverwaltungsgericht hatte Ende März geurteilt, dass eine Beteiligung der Vereine für Polizeikosten bei Hochrisikospielen grundsätzlich rechtens ist. Auslöser des juristischen Streits war ein Gebührenbescheid des Landes Bremen für einen umfangreichen Polizeieinsatz im Jahr 2015.

DFL-Mitteilung