Washington (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach Ansicht von Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien nur mit radikaler Offenheit eine Zukunft.

Ja, die FIFA ist zu retten. Mit Offenheit, Transparenz und so rückhaltloser Aufklärung wie möglich, sagte Ali in Washington. Diese Aufarbeitung müsse auch aus den nationalen Komitees kommen. Der Prinz, bei der Wahl am 26. Februar einer der Kandidaten für das Amt des FIFA-Präsidenten, war Gast im National Press Club.

Ich kandidiere, weil die FIFA eine Führung braucht, die den Fußball wieder wertschätzt, sagte Ali. Die jüngsten Verhaftungen machen überdeutlich, wie nötig Reformen sind. Der Wandel kann nur von innen kommen. Es gibt in der Organisation eine so große Sehnsucht nach dieser Veränderung.

Fußball ist eine Kultur, eine Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird, sagte Ali. Ich möchte die FIFA wieder zu einem Dienstleistungsunternenn für den Fußball machen. Der Fußball sei die eine Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird.

Zur umstrittenen Ausrichtung der WM 2022 in Katar sagte der Jordanier, jedes Land müsse das Recht haben, eine WM auszurichten. Allerdings müsse der Auswahlprozess geändert werden. Als Präsident würde ich garantieren, meinte Ali, dass die Rechte der Arbeiter in Katar gewährt und gewahrt werden.