Frankfurt/Main (dpa) - Der frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat vor nicht einheitlichen Regelungen bei einer möglichen Rückkehr der Fans in die Stadien der Fußball-Bundesliga gewarnt.

"Auch wenn es Ländersache ist, ist das für mich gerade unter dem Gesichtspunkt der Integrität des Wettbewerbs ein echtes Problem", sagte Rettig dem TV-Sender Sky mit Blick auf die Zuständigkeit der Gesundheitsämter und Länder in dieser Frage. "Ich weiß nicht, ob das richtig und fair ist", ergänzte der 57 Jahre alte frühere Bundesliga-Manager.

Rettig forderte "einen einheitlichen Rahmen und Bedingungen für alle Vereine", die sich an den bundesweit striktesten Auflagen orientieren müssten. "Und wenn an dem einen Standort 20 Prozent Kapazität von der Kapazität erlaubt sind und dem anderen - dem schwächsten Glied der Kette - nur zehn Prozent, dann dürfen zehn Prozent insgesamt für alle ins Stadion gelassen werden", forderte er.

Die Deutsche Fußball Liga hatte ein Konzept für eine Teilzulassung von Zuschauern schon zum Beginn der Spielzeit 2020/21 am dritten September-Wochenende erarbeitet. Die Pläne für eine mögliche Rückkehr der Fans unterscheiden sich innerhalb der Bundesliga teils erheblich. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Lockerungen der Coronavirus-Auflagen für den Fußball allerdings erst am 17. August ausgeschlossen. Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich zuvor darauf verständigt, dass eine Öffnung der Stadien für die Fans bis mindestens zum 31. Oktober nicht zu befürworten sei.

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Bundesliga-Beschlüsse zur möglichen Rückkehr von Zuschauern

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