Moskau (dpa) - Nach der Entlassung von Rusada-Chef Juri Ganus will das russische Sportministerium, dass die Anti-Doping-Agentur des Landes weiter unabhängig arbeitet.

Nach dem Beschluss der Rusada-Generalversammlung sei er zuversichtlich, dass die Agentur ihren unabhängigen Status behalte und weiter effektiv arbeite, sagte Sportminister Oleg Matyzin am Samstag der Staatsagentur Tass zufolge in Moskau. "Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den Schutz der Interessen unserer "sauberen" Sportler."

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hatte zuvor gemahnt, die Rusada müsse auch nach dem Wechsel an der Spitze unabhängig arbeiten können. Am Freitag war Ganus nach drei Jahren als Leiter der russischen Anti-Doping-Agentur entlassen worden. Er hatte immer wieder deutliche Kritik an Funktionären im russischen Sport geübt und angesichts des Skandals um Staatsdoping in seinem Land Reformen gefordert.

© dpa-infocom, dpa:200828-99-346043/4

Russisches Sportministerium