Moskau (dpa) - Russlands WM-Cheforganisator sieht die Pläne für eine mögliche Erweiterung der Fußball-WM 2022 skeptisch und widerspricht in Teilen FIFA-Präsident Gianni Infantino.

"Es ist wichtig, dass wir zuerst auf Katar hören, was das Land meint. Sie haben sich vorbereitet auf 32 Teams, ihre Infrastruktur ist ausgelegt auf 32 Teams", sagte Alexej Sorokin, Generaldirektor des Organisationskomitees, in Moskau. "Es gibt sehr besondere Vorbereitungen, es ist viel harte Arbeit. Diese Entscheidung muss sehr verantwortungsvoll getroffen werden."

Weltverbandschef Infantino hatte zuvor erklärt, dass er durch die Debatte um eine Ausweitung der Teilnehmerzahl von 32 auf 48 auf mögliche Gespräche des Emirats mit seinen Nachbarländern hoffe. Ohne namentlich Saudi-Arabien zu nennen, spielte Infantino auch auf die Golfstaaten an, von denen Katar derzeit politisch isoliert ist. "Vielleicht ist es leichter, über Fußball zu sprechen als über andere Dinge", sagte er auf die Frage nach einem zweiten Gastgeber für das Turnier in vier Jahren.

Sorokin erklärte, dass es derzeit nicht darum gehe, dass Katar mit seinen Nachbarn spreche. "Es ist eine interne Diskussion zwischen Katar und der FIFA und hier muss zuerst gesprochen werden", betonte das Mitglied des Weltverbands-Councils.

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