Montevideo (dpa) - Der im Zuge des FIFA-Korruptionsskandals festgenommene ehemalige Präsident des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL, Eugenio Figueredo, wird an Heiligabend von der Schweiz an sein Heimatland Uruguay ausgeliefert.

Der 83-Jährige werde am Donnerstag in Montevideo landen und soll kurz darauf von den Justizbehörden vernommen werden, sagte seine Anwältin Karen Pintos der Nachrichtenagentur AFP.

Wegen Korruptionsvorwürfen hatten die USA ebenfalls seine Auslieferung beantragt, wogegen der frühere FIFA-Vizepräsident Beschwerde einreichte. Weil in Uruguay gegen Figueredo wegen mehr Straftaten als in den USA ermittelt wird, entschieden die Schweizer Behörden, ihn vorzugsweise an sein Heimatland zu überstellen. Sein Anwalt forderte Medienberichten zufolge, ihn wegen seines hohen Alters unter Hausarrest zu stellen, die Staatsanwaltschaft habe dies aber abgelehnt.

Figueredo war Ende Mai zusammen mit sechs weiteren Spitzenfunktionären der FIFA, darunter Vizepräsident Jeffrey Webb und Ex-Vize Jack Warner, in der Schweiz festgenommen worden. Er saß seither in Zürich in Auslieferungshaft.