Berlin (dpa) - Nach dem Entzug der Eishockey-WM werden auch die Weltmeisterschaften im Modernen Fünfkampf in diesem Jahr nicht wie geplant in Belarus stattfinden.

Wie der Weltverband UIPM mit seinem deutschen Präsidenten Klaus Schormann mitteilte, werde ein anderer Ausrichter als Ersatz für Minsk bestimmt. Dies habe der Vorstand des Weltverbandes mit Blick auf die instabile Lage in dem Land beschlossen.

Auch die vom Internationalen Olympischen Komitee gegen das NOK von Belarus verhängten Sanktionen seien zur Kenntnis genommen worden. Zudem fürchtet der Weltverband, dass viele Nationen ihre Teams nicht nach Belarus schicken wollten.

Die für den 7. bis 13. Juni als letzte Olympia-Qualifikation geplante WM auch im Laser Run wird nun verlegt, ein neuer Gastgeber solle in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden. In Belarus solle zu einem späteren Zeitpunkt eine WM ausgetragen werden.

Zuletzt hatte der Eishockey-Weltverband nach großem politischem und wirtschaftlichem Druck entschieden, dass das seit langem von Machthaber Alexander Lukaschenko regierte Belarus nicht mehr Co-Veranstalter der diesjährigen WM sein wird.

Die EU erkennt Lukaschenko seit der als gefälscht eingestuften Präsidentenwahl vom 9. August nicht mehr als Präsidenten an. Dutzende Staaten haben Sanktionen gegen Funktionäre des Machtapparats erlassen. Bei Protesten gegen Lukaschenko gab es seit August mehr als 30 000 Festnahmen, hunderte Verletzte und zahlreiche Tote. Zudem steht Belarus wegen mangelnder Corona-Schutzmaßnahmen in der Kritik.

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Mitteilung des Weltverbandes