Berlin (dpa) - Die Wirtschaftskanzlei Freshfields will bei ihren Ermittlungen rund um die Affäre der Vergabe der Fußball-WM 2006 anscheinend auch den suspendierten FIFA-Chef Joseph Blatter befragen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Auch der frühere FIFA-Generalsekretär Urs Linsi und Markus Kattner, der momentan kommissarisch als Generalsekretär des Weltverbandes fungiert, sollen auf der Zeugenliste stehen. Freshfields erhofft sich Aufschluss über die Geldflüsse zwischen dem deutschen Organisationskomitee und der FIFA. Insbesondere geht es um eine dubiose 6,7-Millionen-Euro-Zahlung.

Die FIFA soll bislang abwehrend auf das Ersuchen reagiert haben. Der Verband wolle zunächst eigene Untersuchungen anstrengen. Der DFB hatte Freshfields beauftragt, die Hintergründe der WM-Affäre aufzuklären. Mit dem Abschlussbericht ist nicht vor Februar zu rechnen.