Zerbst l Bereits seit Mitte Juli verfügt die Einheitsgemeinde Zerbst über einen genehmigten Haushalt. Nun fasste der Haupt- und Finanzausschuss nachträglich noch einen sozusagen konkretisierenden Beschluss über einen Vereinszuschuss in Höhe von 6000 Euro, da diese Position im Etat nicht näher definiert war. Die Erläuterung übernahm jetzt Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD). Wie er darlegte, geht der Zuschuss an den Förderverein des Zerbster Wasserturms. Jener hatte die Übernahme der Materialkosten für die Erneuerung des maroden Maschendrahtzaunes beantragt. Zukünftig soll das weitläufige Gelände durch einen Doppelstabmattenzaun eingefasst werden, der zugleich das optische Erscheinungsbild verbessert. Die Maßnahme soll durch die Vereinsmitglieder selbst realisiert werden, die zudem auf die freiwillige Unterstützung von Zerbster Betrieben hoffen. „Günstiger können wir die Sicherung unseres eigenen Objektes nicht bekommen“, fand Dittmann, handelt es sich beim Wasserturm doch um städtisches Eigentum.

Die Unterstützung des Fördervereins und die Würdigung der ehrenamtlichen Leistung begrüßte Mario Rudolf (FFZ). „Wir schaffen so aber einen Präzedenzfall“, gab er zu bedenken, dass weitere Vereine entsprechende Anträge stellen könnten. „Das wird eine Kette ohne Ende“, befürchtete Detlef Schrickel (SPD). Zumal es seiner Ansicht nach – unabhängig von dem persönlichen Einsatz der Mitglieder – eine „enorme Summe für einen Verein“ sei. Er hakte noch einmal nach, ob es sich nur um eine Schönheitskorrektur oder eine notwendige Maßnahme handele?

Ausschussmitglied Steffen Grey (FDP) meldete sich in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Wasserturmvereins zu Wort. Wie er ausführte, handelt es sich um gut 100 Meter Zaun, die erneuert werden sollen. „Bislang gab es drei Einbrüche auf das Gelände“, berichtete er. „Es gilt zu schützen, was dort geschaffen wurde“, hielt Bernd Adolph (CDU) den Beitrag für gerechtfertigt. „Der Wasserturm ist unser Eigentum. Das müssten wir sonst selbst sichern“, meinte Silke Hövelmann (SPD).

Beim Beschluss stimmte Steffen Grey nicht mit ab und machte vom Mitwirkungsverbot Gebrauch. Bis auf eine Enthaltung sprachen sich letztlich alle Ausschussmitglieder für die Bewilligung des Zuschusses aus.