Valencia (dpa) - Der zweimalige Davis-Cup-Sieger Eric Jelen hat sich wie Boris Becker gegen die vom Weltverband geplante Radikalreform des prestigeträchtigen Mannschaftswettbewerbes ausgesprochen.

"Ich fände es schade, die Tradition zu verändern, denn der Davis Cup lebt von dem Modus und der Atmosphäre bei Heim- und Auswärtsspielen", sagte Jelen der "Rheinischen Post". "Wenn man wirklich etwas verändern muss, fände ich es besser, den Davis Cup wie den Ryder Cup im Golf nur alle zwei Jahre auszutragen und so den Terminkalender zu entzerren", sagte der 53-Jährige.

Der Tennis-Weltverband ITF hatte im Februar einen Plan für einen sogenannten "World Cup of Tennis" der besten 18 Nationen vorgelegt, der ab 2019 jährlich innerhalb einer Woche am Ende der Saison im November an einem Ort ausgetragen werden soll. Abgestimmt wird über den Vorschlag auf der Generalversammlung im Herbst.

Am Rande des Davis-Cup-Viertelfinals in Valencia hatte zuvor bereits Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker die geplante Radikalreform abgelehnt. "Ich finde es fantastisch, hier in der Stierkampfarena zu spielen. Das kannst du mit Geld gar nicht wettmachen", sagte Becker zum besonderen Austragungsort der Partie an diesem Wochenende. "Diese Atmosphäre, diese Leidenschaft - auch deswegen spielt Nadal, auch deswegen spielt Alexander Zverev. Das ist einmalig und deswegen würde ich diese Heim- und Auswärtsspiele nicht missen."

Jelen und Becker gewannen 1988 und 1989 gemeinsam den Davis Cup. Beide traten zusammen im Doppel an.

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