München (dpa) - Für Boris Becker ist der Trainer-Job zu einer Herzensangelegenheit geworden. Das sagte der dreimalige Wimbledonsieger und heutige Coach des Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic in München.

Der Serbe gewann in diesem Jahr drei Grand-Slam-Turniere (Australian Open, Wimbledon, US Open), holte insgesamt elf Titel und weist eine Bilanz von 82:6 Siegen auf. Zuletzt triumphierte Djokovic in London bei der ATP-WM.

Als Trainer lernt man: Wenn der Spieler gewinnt, ist der Spieler schuld. Wenn der Spieler verliert, ist der Trainer schuld, sagte Becker. Deswegen war ich dieses Jahr nicht häufig schuld, meinte er. Daran soll sich auch 2016 nichts ändern: Die Weltrangliste ist unsere Bibel, und da wollen wir natürlich Platz eins verteidigen.

Verdammt schwer sei diese Aufgabe. Dass der Serbe die nötige Motivation mitbringt, dafür will Becker sorgen, der den 28-Jährigen weiterhin praxisnah trainieren möchte. Das ist etwas, das Novak an mir schätzt. Weil er nicht aus Lehrbüchern zitiere, sondern aus eigener Erfahrung sprechen könne, meinte Becker. Längst habe er sich damit arrangiert, dass der große Ruhm seinem Profi gebührt und er selbst im Schatten steht. Mich freut es, nicht mehr immer im Rampenlicht stehen zu müssen.