Oberbaching (dpa) - French-Open-Doppelsieger Kevin Krawietz glaubt, dass die neue Turnierserie des Deutschen Tennis Bunds (DTB) in der Coronavirus-Zwangspause für viele Profis ein großer Anreiz ist.

"Jeder will sich wieder messen, jeder will gewinnen", sagte der 28-Jährige aus Coburg der Deutschen Presse-Agentur. "Auch wenn es keine Weltranglistenpunkte gibt, und man es nicht mit dem Stellenwert eines ATP-Turniers vergleichen kann, glaube ich schon, dass es ernst genommen wird. Jeder ist extrem heiß darauf."

Der DTB plant ab dem 8. Juni eine Turnier-Serie für 32 Herren und 24 Damen. In Vor-, Zwischen- und Endrunde sollen dann jeweils in Vierergruppen die Sieger ausgespielt werden. Neben den beiden Spielern soll nur ein Schiedsrichter auf dem Platz sein. Auf Linienrichter und Ballkinder wird wegen der Corona-Beschränkungen ebenso verzichtet wie zunächst auch auf Publikum.

Auch Doppelspezialist Krawietz würde an dem Einzel-Wettbewerb gern teilnehmen. "Ich bin froh, wenn irgendetwas stattfindet", sagte er. So habe er wieder ein Ziel: "Es ist schon nicht so einfach zu trainieren, wenn man nicht weiß, wann es losgeht."

Die weltweite Tennis-Tour pausiert aufgrund der Pandemie mindestens bis zum 13. Juli. Es wird erwartet, dass es noch länger keine internationalen Turniere geben wird. Krawietz hat die Turnierpause auch für einen Nebenjob in einem Supermarkt genutzt.

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