Stuttgart (dpa) - Die beiden French-Open-Doppelsieger Andreas Mies und Kevin Krawietz haben sich nach ihren bisherigen Erfolgen ein neues Ziel gesetzt.

"Das ist schon unser großes Ziel, die Nummer eins zu werden im Doppel", sagte Mies (30) im ZDF-"Sportstudio" mit Blick auf die Tennis-Weltrangliste: "Da arbeiten wir hart für. Ich bin guter Dinge und hoffe, dass es irgendwann auch passiert."

Der Kölner und der zwei Jahre jüngere Coburger Krawietz hatten im Oktober wie schon 2019 im Doppel-Wettbewerb der French Open triumphiert. Mies kritisierte, dass das Preisgeld im Doppel - etwa im Vergleich zum Einzelsieger Rafael Nadal in Paris - deutlich geringer ist. "Ich meine, es ist ein Zehntel vom Einzelpreisgeld", sagte er. Es sei zwar in Ordnung, dass die Einzelspieler mehr verdienen, stehe so aber in keinem Verhältnis: "Da sollte man mal darüber nachdenken, ob man daran nicht etwas ändern kann."

Die Verteilung der Preisgelder im Tennis ist in der Coronavirus-Krise immer wieder mal Thema gewesen, auch weil auf der unteren Turnierebene nur wenig zu verdienen ist und Spieler und Spielerinnen in finanzielle Probleme geraten sind.

Krawietz und Mies haben sich auch in dieser Saison für die ATP Finals der besten acht Doppel-Paarungen vom 15. bis 22. November in London qualifiziert. In der Weltrangliste belegen sie derzeit die Plätze 18 (Krawietz) und 19 (Mies), beide standen bereits unter den Top Ten.

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