Paris (dpa) - Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker hat Alexander Zverev nach dessen klarem Auftakterfolg bei den French Open der Tennisprofis gelobt.

"Ich bin positiv überrascht über das erste Sandplatz-Match von Sascha Zverev in diesem Jahr", sagte Becker im TV-Sender Eurosport. Er habe sich vor dem 7:5, 6:2, 6:4 der deutschen Nummer eins am Sonntagabend gegen den Österreicher Dennis Novak durchaus Sorgen gemacht, weil Zverev ohne jede Matchpraxis auf Sand nach Paris gekommen war. "Aber er hat ab 2:5 im ersten Satz unglaublich stark gespielt. Und hat am Schluss hoch und verdient gewonnen", sagte Becker.

Zverev hatte nach der Final-Niederlage bei den US Open vor gerade einmal zwei Wochen auf einen Start bei den Sandplatz-Turnieren in Rom und Hamburg verzichtet. "Ich war auf einem Boot in Monaco und habe nichts gemacht", sagte der 23-Jährige zu seinen ersten Tagen nach der Rückkehr aus den USA. "Dann bin ich hier hin gefahren und habe trainiert", sagte Zverev, der in Paris erstmals von seinem neuen Coach David Ferrer betreut wird. Auch sein Vater Alexander Senior ist nach überstandener Coronavirus-Erkrankung anders als in New York dabei.

Dass Zverev gleich am ersten Tag der French Open spielen musste, kann laut Becker auch ein Vorteil sein. "Seine Gegner müssen erst noch spielen und er hat einen weiteren freien Tag", sagte Becker, der selbst nie in Paris gewinnen konnte. "Er ist wieder da und und im Turnier angekommen. Das freut mich für ihn", sagte Becker über Zverev.

In der zweiten Runde trifft Zverev auf Pierre-Hugues Herbert. Der Franzose gewann am Montag sein Auftaktmatch gegen den amerikanischen Qualifikanten Michael Mmoh klar mit 6:3, 6:2, 6:3. Der 29-Jährige belegt in der Tennis-Weltrangliste Platz 78. Das bislang einzige Duell zwischen beiden Spielern gewann Zverev vor vier Jahren in der ersten Runde der French Open in vier Sätzen.

© dpa-infocom, dpa:200928-99-739908/3

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