Berlin (dpa) - Der deutsche Tennisprofi Jan-Lennard Struff erwartet nicht mehr, dass die Tour ihren Spielbetrieb angesichts der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr noch einmal aufnimmt.

Derzeit finden zunächst bis zum 13. Juli keine Turniere statt, der Rasen-Klassiker in Wimbledon ist bereits ersatzlos gestrichen. "2020 wird international meiner Meinung nach kein Profitennis mehr stattfinden. Einfach weil es nicht möglich sein wird, dass Spieler aufgrund der unterschiedlichen Reisebeschränkungen zu den Turnieren reisen können und es auch an den Turnierorten genug Probleme gibt", sagte die deutsche Nummer zwei in einem Interview bei "Advantage - der Tennis&Sportpodcast".

Der Weltranglisten-34. darf dank einer Ausnahmegenehmigung zwar trainieren, absolviert aber nur dreimal pro Woche Tennis-Einheiten. "Wir dürfen die Halle nur zu zweit betreten. Momentan haben wir das Training etwas lockerer angesetzt, weil wir nicht glauben, dass es zeitnah weitergeht", erklärte Struff. "Voll durchtrainieren monatelang tennistechnisch bringt nichts."

Der am Samstag kommender Woche 30 Jahre alt werdende Sauerländer regte erneut Hilfe für aufstrebende Spieler auf den hinteren Weltranglistenpositionen an. "Die haben sehr viele Ausgaben und haben noch nicht so viel verdient. Jetzt fällt auch noch die Bundesliga weg. Da geht es um die Existenzen", sagte Struff.

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