Berlin (dpa) - Andrea Petkovic will ihrer Tennis-Karriere alle anderen beruflichen Pläne unterordnen, solange sie noch aktiv ist.

Das hat die 33 Jahre alte Darmstädterin in einem Interview der "Berliner Morgenpost" betont. Die einstige Top-Ten-Spielerin hat zuletzt ein viel gelobtes Buch veröffentlicht und mehrfach die ZDF-"Sportreportage" moderiert.

"Tennis bleibt meine absolute Priorität, so lange ich spiele. Alles andere wird vorerst also noch hintenangestellt", sagte Petkovic. Die 102. der Weltrangliste hat sich entschlossen, ein weiteres Jahr Profi zu bleiben, nachdem sie wegen Verletzungen und der Corona-Pandemie 2020 nur ein offizielles Match absolvieren konnte. Bei den French Open verlor sie im September in der ersten Runde.

"Mit meinem Knorpelschaden im Knie muss ich mich aber auf einzelne Events konzentrieren, ich kann nicht mehr die Menge spielen", erklärte Petkovic, die sich gern für die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele qualifizieren würde. "Vielleicht spiele ich ein Turnier ja so richtig gut – und dann klappt es doch noch", sagte sie.

Als mögliche Chance in der Krise sieht Petkovic einen Zusammenschluss der Profi-Organisationen ATP und WTA. In einer Krise sei man gemeinsam stärker. "Deshalb waren die Grand Slams auch fast die einzigen Turniere, die einwandfrei funktioniert haben, weil sich da alle Organisationen zusammentun müssen", sagte Petkovic.

Der langjährige Weltranglisten-Erste Roger Federer aus der Schweiz hatte im Frühjahr eine Vereinigung angeregt. Sein langjähriger spanischer Rivale Rafael Nadal unterstützt diesen Vorstoß.

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Petkovic-Interview in der "Berliner Morgenpost"

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