München (dpa/tmn) - Früher war zwar mehr Lametta, aber Fans der silbernen oder bunten Fäden gibt es immer noch. Wer jedoch eine Katze besitzt, sollten auf den Weihnachtsbaum-Schmuck verzichten und seinen Baum mit für die Stubentiger ungefährlicherem Material wie Strohsternen schmücken.

Denn bei fadenförmigen Fremdkörpern besteht immer die Gefahr einer Auffädelung des Darms oder der Speiseröhre, sagen die Tierschützer der "Aktion Tier - Tierrettung München".

Falls bei der Katze dennoch ein Lametta-Unfall passiert ist, kommt es darauf an, ob das Tier die Glitzerfäden bereits vollständig geschluckt hat oder es sich noch im Maulbereich befindet. Ist das Lametta noch im Maul, könne der Tierbesitzer den Baumschmuck vorsichtig entfernen und entsorgen, sofern die Katze das toleriert.

Gelingt das nicht oder ist das Lametta bereits verschluckt, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Dieser kann medikamentös Erbrechen auslösen, das klappt bis circa einer Stunde nach der Aufnahme. Sollte der Zeitpunkt der Lametta-Aufnahme unbekannt sein, ist ein vorheriges Röntgen unumgänglich, und es muss notfalls operiert werden, erklären die Tierexperten.

Hängt nur noch ein kleiner Rest Lametta aus dem Katzenmaul heraus, sollte man nicht ruckartig daran ziehen oder versuchen das Lametta herauszuziehen. Denn dann ist eine Entfernung unter der Gabe von Beruhigungsmitteln oder unter Narkose notwendig, damit es zu keiner Speiseröhrenverletzung kommen kann.

© dpa-infocom, dpa:201223-99-797568/3