Offenbach/Freiburg (dpa) - Viele Menschen in Deutschland haben lange auf Freibadwetter und Sonnenschein warten müssen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt derzeit allerdings vor sehr hoher UV-Strahlung.

In vielen Gebieten vor allem im Süden und Südwesten Deutschlands wird nach dem DWD-Gefahrenindex die gesundheitliche Gefährdung durch ultraviolette Strahlung als "sehr hoch" eingestuft. Fast überall mit Ausnahme der Küstenregionen ist sie hoch. Schutzmaßnahmen wie Kopfbedeckung, langärmlige Kleidung oder Sonnencreme seien daher im Freien notwendig, betonte Gudrun Loschewski vom DWD-Zentrum für Medizinisch-Meteorologische Forschung in Freiburg. Die Werte seien für den Mai "schon sehr hoch", sagte sie. Derzeit liege der UV-Index in vielen Regionen etwa zehn Prozent über den Durchschnittswerten - entsprechend hoch sei die Gefahr eines Sonnenbrandes. Die pralle Sonne solle daher vor allem um die Mittagszeit gemieden werden.

Ein völliger Verzicht auf Sonne ist mit den empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen aber nicht verbunden, versicherte Loschewski: "Wer zum Beispiel nach Feierabend um 15 oder 16 Uhr ins Freibad geht, hat schon nicht mehr mit so relevanten UV-Werten zu tun."

UV-Gefahrenindex