Essen (dpa/tmn) - Nach mehreren Feiern häuft sich die Zahl der Corona-Fälle wieder. Damit steht das gesellige Vergnügen erneut auf dem Prüfstand. Der Ärzteverband Marburger Bund fordert Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt, dass sich das Virus besonders gut verbreite, wo Menschen zusammen kommen. Darauf müssen Gäste auf Hochzeiten, Taufen und Partys in Corona-Zeiten achten:

Zahl der Gäste: Je kleiner die Gruppe, desto besser, sagt Professor Ulf Dittmer vom Institut für Virologie am Universitätsklinikum Essen. So entstünden keine langen Infektionsketten. Personen mit Vorerkrankungen sollten derzeit auf Feiern in größeren Gruppen verzichten.

Hygiene- und Abstandsregeln: Der Virologe empfiehlt, auch auf Feten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn man sich bewegt. Außerdem rät er zu einer festen Sitzordnung und zum Abstandhalten. "Wir können zurzeit einfach leider nicht so feiern, wie wir das gewohnt sind von früher."

No-Gos: "Ein sehr großes Risiko ist singen", warnt Dittmer. In der Vergangenheit hätten viele Infektionsketten damit zusammengehangen. Auch krank auf Feiern zu gehen, sei unverantwortlich. "Kranke Personen verbreiten das Virus noch viel stärker als das nichtkranke, aber infizierte Personen tun."

Nach der Feier: Wer sich nach einer Party krank fühlt, sollte sich Dittmer zufolge unbedingt testen lassen. So könnten andere Infizierte benachrichtigt und Infektionsketten unterbrochen werden.

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