München (dpa) - Der spanische Schauspielstar Antonio Banderas hat einen simplen Rat für ein glückliches Leben: "Liebe, was du tust", alles andere komme von selbst, sagte der 58-Jährige auf dem Filmfest München. Dort wurde er am Samstagabend mit dem CineMerit-Award für sein Lebenswerk geehrt.

Die Auszeichnung stimmte den Darsteller auch nachdenklich. "Man denkt über sein ganzes Leben nach und darüber, dass man alt wird - Ich werde 60 nächstes Jahr." Gleichzeitig erkenne er, was für eine kraftvolle Waffe die Kunst sei. "Man kann die Herzen der Menschen berühren", sagte Banderas in seiner Dankesrede. "Alles macht Sinn, wenn man die Wirkung sieht, die man auf Leute ausüben kann - das ist die größte Befriedigung, die man aus so einer Arbeit ziehen kann."

Nach der Verleihung des undotierten Ehrenpreises stellte Banderas seinen neuen Film vor: "Leid und Herrlichkeit" von Regisseur Pedro Almodóvar. Banderas spielt darin einen alternden Filmemacher - angelehnt an den Regisseur selbst - der mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Banderas war dafür bei den Filmfestspielen in Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet worden.

Frühere berühmte Filme sind etwa "Das Gesetz der Begierde", "Fessle mich!" und "Die Maske des Zorro". Wegen seines Aussehens wurde er schon früh zum Sexsymbol stilisiert. Mit Almodóvar hat der Spanier viele Filme gedreht, etwa die bissige Komödie "Frauen am Rande eines Nervenzusammenbruchs".

Am Montag erhält auch der britische Regisseur und Schauspieler Ralph Fiennes ("Der englische Patient") einen CineMerit-Award.

Filmfest München