Doha (dpa) - Nur mit Außenseiter-Chancen gehen die deutschen Diskus-Werferinnen ab 19.10 Uhr MESZ bei der Weltmeisterschaft in Doha in den Ring. Nadine Müller brachte 2015 Bronze aus Peking mit. Diesmal steht sogar ein Trio des Deutschen Leichtathletik-Verbandes im Finale.

Favoritinnen sind freilich andere: Titelverteidigerin Sandra Perkovic aus Kroatien sowie die Kubanerinnen Yaime Perez und Denia Caballero.

"Das hier ist meine siebte WM und mein sechstes Finale, ich habe eigentlich alles mitgenommen, was geht", sagte Müller. Die 33-Jährige vom SV Halle/Saale hofft auf weite Würfe. "Der Ring ist gut, die Bedingungen sind auch gut. Dann hoffe ich auf ein bisschen mehr Support vom Publikum." Die deutsche Meisterin Kristin Pudenz aus Potsdam und Claudine Vita aus Neubrandenburg sind ebenfalls dabei.

Das Highlight für die Gastgeber im Khalifa-Stadion wird aber der Hochsprung: Kann sich Titelverteidiger und Volksheld Mutaz Essa Barshim bei seinem Heimspiel zum Saisonschluss steigern? Die Jahresweltbestenliste führt mit 2,35 Metern Vize-Europameister Maxim Nedasekau aus Weißrussland an. Europameister Mateusz Pryzybylko aus Leverkusen war in der Qualifikation mit 2,17 Metern gescheitert.

Auf der Straße steht derweil die nächste Hitzeschlacht an: Im 20 Kilometer Gehen fällt die Entscheidung wieder nach Mitternacht - bei Temperaturen um 32 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Ein Trio aus Potsdam ist mit dem WM-Fünften von 2017, Christopher Linke, sowie Nils Brembach und Hagen Pohle dabei. Titelverteidiger ist der Kolumbianer Eider Arevalo.

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