Berlin (dpa) - Nur noch wenige Tage bis zum Klassiker: Am Samstag empfängt Borussia Dortmund Tabellenführer FC Bayern zum Spitzenspiel - beide Teams trennen in der Tabelle nur ein paar Tore.

Zuvor sind die deutschen Starter aber wieder in Europa gefordert. Joachim Löw muss entscheiden, welchem Nationalspieler er möglicherweise eine Pause gönnt. Und kann Schalke wenigstens im Pokal gewinnen?

SPITZENSPIEL: Zweiter gegen Erster, Borussia Dortmund gegen den FC Bayern - rechtzeitig vor dem Ligagipfel am kommenden Samstag haben sich die deutschen Branchenführer in ihre seit Jahren schon fast angestammte Tabellen-Position gebracht. Dass beide Teams derzeit nach Punkten gleichauf liegen, erhöht den Reiz des Liga-Klassikers zusätzlich. Ein möglicher Vorteil der Bayern: Sie haben nach ihrem Champions-League-Spiel in Salzburg einen Tag länger Pause als der BVB, der in Brügge antritt. Zuletzt gewannen die Münchner im Supercup mit 3:2.

ABSTIEGSKAMPF: Mainz 05 hat den schlechtesten Start in der Bundesliga-Geschichte hingelegt, Schalke 04 wartet in der Liga schon seit über neun Monaten auf einen Sieg. Das Duell des Tabellenletzten gegen den Vorletzten wird am Samstag zu einem echten Krisengipfel. Beide Clubs haben in dieser Saison bereits den Trainer gewechselt:  Bei den 05ern übernahm Jan-Moritz Lichte für Achim Beierlorzer, seitdem setzte es vier weitere Niederlagen. Auch auf Schalke, wo Manuel Baum auf David Wagner folgte, hat der Wechsel bislang keinen großen sportlichen Fortschritt gebracht.

DFB-POKAL: Die Posse ist beendet. Nach dem Sport-Schiedsgericht entschied auch das Oberlandesgericht München gegen den Fußball-Drittligisten Türkgücü München im Streit um die Teilnahme an der 1. Pokal-Runde. Damit steht der Partie der Schalker am Dienstag gegen den 1. FC Schweinfurt als Vertreter des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) nichts mehr im Weg. Nach nunmehr 22 Ligaspielen ohne Sieg sehnt der Revierclub ein Erfolgserlebnis herbei. "Wenn wir weiter so hart arbeiten, klappt es irgendwann mit dem Sieg. Das ist einfach dieser Knoten, der gelöst werden muss", sagte Angreifer Mark Uth.

EUROPAPOKAL: Die vier deutschen Starter in der Champions League gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in den nächsten Spieltag. Der FC Bayern, der am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) bei RB Salzburg gastiert, ist nach zwei Siegen Tabellenführer. RB Leipzig steht dagegen nach der 0:5-Klatsche bei Manchester United gegen Paris Saint-Germain am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) unter Zugzwang. Borussia Mönchengladbach will nach zwei unglücklichen Unentschieden in Mailand und gegen Madrid nun beim überraschenden Tabellenführer Schachtjor Donezk am Dienstag (18.55 Uhr/DAZN) den ersten Sieg einfahren. Borussia Dortmund braucht ebenfalls einen Erfolg beim FC Brügge am Mittwoch (21.00 Uhr/Sky), um an den Belgiern vorbeizuziehen. In der Europa League geht es für Bayer Leverkusen (bei Hapoel Beer'Sheva) und die TSG Hoffenheim (gegen Slovan Liberec) am Donnerstag um die nächsten Schritte Richtung K.o.-Runde.

NATIONALMANNSCHAFT: Spätestens am Freitag kehren Joachim Löw sowie die Diskussionen um Sinn und Unsinn von Fußball-Länderspielen in aller Welt in der Zeit der Corona-Pandemie zurück. Der Bundestrainer wird seinen neuen XXL-Kader bekanntgeben, mit dem er in der Folgewoche die nächsten Länderspiele gegen Tschechien und die Ukraine jeweils in Leipzig sowie den Nations-League-Abschluss in Spanien angehen will. Personal-Debatten darüber sind garantiert. Die deutsche Nationalmannschaft hat in ihrer Gruppe sechs Punkte auf dem Konto, noch ist auch der Gruppensieg in der Nationen-Liga drin.

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