Berlin (dpa) - Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka hat sich kritisch zum System der Gruppenauslosung für die multinationale Europameisterschaft 2020 geäußert.

"Was für mich schwierig zu verstehen ist, ist, wie so eine Gruppe zustande kommen kann. Zwei der letzten Weltmeister und der Europameister sind in einer Gruppe, nachdem wir die Qualifikationsgruppe gewonnen haben", sagte der Bayern-Profi dem Nachrichtenportal "t-online.de" in einem Interview. Dass die EM auf mehrere Länder verteilt ist, finde er dagegen "persönlich nicht schlecht".

In der Gruppe F bekam Deutschland am vergangenen Samstag Weltmeister Frankreich und Titelverteidiger Portugal zugelost. "Ich denke nicht, dass wir als Favorit in die Gruppe gehen, wie es normalerweise bei einer EM zu erwarten ist. Trotzdem haben wir den Anspruch weiterzukommen", sagte Goretzka.

Lobende Worte fand der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler für den aktuellen Bayern-Cheftrainer Hansi Flick, der den Rekordmeister womöglich über den Winter hinaus betreuen wird. "Er macht einen sehr guten Job. Die Trainerfrage ist nicht von mir zu entscheiden, das machen andere. Aber er hat sich in den letzten Wochen auf jeden Fall empfohlen", sagte Goretzka, der bisher 25 A-Länderspiele bestritten hat.

t-online-Interview mit Goretzka (Wortlaut)

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