New York (dpa) - Eine Gruppe von Künstlern, Architekten und Designer hat in New York gemeinsam ein Puppenhaus in Lebensgröße entstehen lassen. "Blow Up" (Aufblasen) heißt die Ausstellung, die als "freudianische Reise durch ein 1:1-Puppenhaus" bezeichnet wird.

Sie verfügt neben Schlaf-, Ess- und Arbeitszimmer auch über eine Küche und ein Kinderzimmer. Der surreale Effekt der Räume und Möbel entsteht durch eine Art doppelte Skalierung: Gegenstände, die für eine Miniaturwelt erst verkleinert und vereinfacht wurden, haben die Beteiligten für "Blow Up" wieder auf ihre ursprüngliche Größe gebracht. Im Text zur Schau ist die Rede von einer "doppelten Abstraktion, die alles unheimlich und ungleichmäßig" werden lässt. Alltagsgegenstände wie Besteck und Bücher liegen verstreut in den Räumen herum wie in einem Puppenhaus. Die Wände sind aus dickem Karton gefertigt.

""Blow Up" dreht sich um die Ästhetik und Körperlichkeit von Maßstäben und darum, wie Gegenstände aus unserer Kindheit unsere heutige Vorstellung von Häuslichkeit, Geschmack und sozialen Normen prägen", sagte der deutsche Kurator der Ausstellung, Felix Burrichter. Er lebt in New York und ist unter anderem Gründer der Zeitschrift "Pin-Up" für Architektur und Design.

Ausstellung "Blow Up"

Zeitschrift "Pin-Up"