München (dpa) - Für Schauspieler Mario Adorf (89, "Der große Bellheim") beginnt eine richtige Ehe nicht mit der Hochzeit, sondern erst nach außerehelichen Erfahrungen. "Meine Ansicht über die Ehe habe ich ja schon geäußert in einem Satz, der mir zugeschrieben wird und den ich vielleicht auch gesagt habe: Die Ehe beginnt nach dem ersten Seitensprung", sagte er in einem Interview des Magazins "Bunte".

Er und seine Frau Monique hätten durchaus anfangs längere Zeiten des Getrenntseins gehabt und sich ausprobiert, sich dann aber immer wieder zusammengerauft. Die Ehe habe er nie als "heiliges Sakrament" gesehen, sondern vielmehr als Möglichkeit, mit einem Menschen, den man liebe, zusammenzuleben und alt zu werden.

Adorf ist seit 1985 in zweiter Ehe mit Monique Faye verheiratet. Mit "Nachts, wenn der Teufel kam" wurde er 1957 einem breiten Publikum bekannt. In Helmut Dietls Kultserie "Kir Royal" spielte er den Großindustriellen Haffenloher. Ab 7. November ist die Filmlegende in der Kino-Dokumentation "Es hätte schlimmer kommen können - Mario Adorf" von Regisseur Dominik Wessely zu sehen.