Pyeongchang (dpa) - Realistisch gesehen haben nur die Biathleten am Sonntag bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang eine echte Chance, die schon stattliche deutsche Medaillensammlung zu vergrößern.

HERAUSFORDERER: Vier deutsche Biathlon-Weltmeister wollen im erwarteten Massenstart-Duell zwischen den beiden Überfliegern Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bö mitmischen. Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer, Massenstart-Weltmeister Simon Schempp, der Verfolgungs-Dritte von Pyeongchang, Benedikt Doll, sowie Ex-Weltmeister Erik Lesser sind durchaus für eine Medaille gut. "Ich hoffe auf einen guten Start, gerade am Schießstand, damit man mitschwimmen kann. Hoffentlich läuft es beim Schießen, dann könnte vieles drin sein", sagt Schempp vor dem 15-Kilometer-Rennen.

DABEISEIN IST ALLES: Im Eisschnelllauf sind die deutschen Starterinnen Judith Dannhauer und Gabriele Hirschbichler ohne Medaillenchance. Auch die deutsche Langlauf-Staffel der Männer wird nichts mit den Podestplätzen zu tun haben. In den beiden Ski-Freestyle-Bewerben sind erst gar keine deutschen Starter dabei.

AUF ZUR WIEDERGUTMACHUNG: Francesco Friedrich hat als einziger Bobpilot die Pleite von Sotschi erlebt, als die Deutschen erstmals nach 50 Jahren keine Olympia-Medaille holten. Das Trauma hat er gut verkraftet. Nun soll in seiner Spezialdisziplin die erste Olympia-Medaille her. In den ersten beiden Läufen will er sich genau wie Johannes Lochner und Nico Walther eine gute Ausgangsposition verschaffen.

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