München (dpa) - Pete Townshend (75), Songschreiber und Gitarrist der legendären britischen Rockband The Who, hat in seinem Roman "Das Zeitalter der Angst" schwierige Phasen der eigenen Kindheit verarbeitet.

Er habe zwei Jahre bei seiner Großmutter verbracht, die massive psychische Probleme hatte, sagte der Musiker im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung". "Diese Erfahrungen waren die Basis für den Roman."

Im vorigen Jahr hatte Townshend mit Sänger Roger Daltrey (76) das Album "Who" veröffentlicht. In dem Interview sprach er über die komplizierte Zusammenarbeit mit seinem Bandkollegen. "Für dieses Album hatte ich 15 bis 20 Songs geschrieben, aufgenommen und ihm geschickt. Und dann bekam ich fünf Monate keine Rückmeldung." Alleine hätte er die Songs aber nicht veröffentlicht. "Die wären im Abfalleimer gelandet, weil ich total verunsichert war, was ich allein unter dem Who-Banner machen konnte."

Abseits der Bühne treffe er Daltrey nicht, er bezeichne ihn auch nicht als Freund, "aber es gibt eine enorme Zuneigung füreinander", so Townshend. Live-Auftritte machten ihn nicht so glücklich wie andere Musiker: "Weil es mir nicht so viel gibt, live aufzutreten, ist es für mich viel wichtiger, ein neues Album zu machen."

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Beitrag der Süddeutschen Zeitung