London (dpa) - Der britische Prinz Philip (98) wird mehrere Tage lang in einem Londoner Krankenhaus behandelt. Er sei in der Klinik King Edward VII zur Beobachtung und Therapie, teilte der Buckingham-Palast mit. Es gehe dabei nicht um eine neue Erkrankung.

Der Palast sprach von einer Vorsichtsmaßnahme. Der Ehemann von Königin Elizabeth II. (93) war dafür vom englischen Landsitz Sandringham in die Hauptstadt gereist, aber nicht mit der Ambulanz.

In Sandringham verbringen die Royals normalerweise gemeinsam das Weihnachtsfest. Die Queen war daher am Freitag dort mit dem Zug hingereist. Prinz Harry und Herzogin Meghan hatten angekündigt, in diesem Jahr dem Weihnachtsfest in Sandringham fernbleiben zu wollen.

In den vergangenen Jahren litt Philip mehrfach unter gesundheitlichen Problemen: Das Herz machte ihm zu schaffen, er hatte Blasenentzündungen, musste an der Hand operiert werden und bekam mit 96 Jahren ein neues Hüftgelenk. Für sein hohes Alter gilt er aber als rüstig. Erst mit 97 gab er seinen Führerschein nach einem Unfall ab.

Der Herzog von Edinburgh - so sein offizieller Titel - ernährt sich gesund, trinkt nur wenig Alkohol und war immer sehr sportlich. Noch in diesem Jahr lenkte er einen Kutschbock auf dem Schlossgelände in Windsor. Die Queen reitet sogar noch auf ihren Pferden.

Philip, der für seine teils bissigen Sprüche bekannt ist, ging im Alter von 96 Jahren in den Ruhestand. Sein letzter offizieller Auftritt war bei einer Militärparade der Royal Marines im August 2017 vor dem Buckingham-Palast. Seitdem verbringt der Prinz sehr viel Zeit in Sandringham in der ostenglischen Grafschaft Norfolk.

Prinz Philip auf der offiziellen Website des Könighauses