Speyer (dpa) - Nach mehrmonatiger Sanierung leuchtet der historische Eingangsbereich des Doms in Speyer in neuem Glanz. "Bis auf das Fresko und kleinere Reste sind die Arbeiten in der Vorhalle abgeschlossen", sagte Domdekan Christoph Kohl am Freitag in der pfälzischen Stadt am Rhein.

Mit 890.000 Euro seien die Kosten im vorgesehenen Rahmen geblieben.

Der Raum im Westen des Unesco-geschützten Sakralbaus gilt als zeitgenössisches Gesamtkunstwerk mit einem detailreichen Gewölbe sowie Reliefs und Skulpturen. Die Sanierung ist den Organisatoren zufolge die erste Instandsetzung in größerem Maßstab seit der Fertigstellung 1858.

"Sorgenkind" bleibt das Fresko von Johann Baptist Schraudolph (1808-1879) über dem Hauptportal. Dort hat sich unter anderem der Kalkputz, der als Untergrund dient, aufgrund von Umwelteinflüssen in einigen Bereichen zu Gips umgewandelt. "Im nächsten Jahr soll es umfangreiche Voruntersuchungen geben - danach kennen wir den genauen Umfang der Überarbeitung", sagte Domkonservator Wolfgang Franz.

Als eine der weltgrößten romanischen Kirchen zählt der Dom seit 1981 zum Unesco-Weltkulturerbe. Rund 134 Meter lang, bis zu 55 Meter breit und im Innern mehr als 30 Meter hoch: Bis heute nötigen die Ausmaße den Besuchern Respekt ab. Zu seiner Bauzeit im 11. Jahrhundert galt die Kathedrale den Zeitgenossen als Weltwunder.

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