Berlin (dpa) - Wo Glyphosat ausgebracht wird, wächst nichts mehr - kein Gras, Kraut oder Moos. Ackerflächen können damit schnell unkrautfrei gemacht werden - vor der Aussaat oder nach der Ernte. Der Stoff, der auf rund 40 Prozent der deutschen Felder zum Einsatz kommt, ist ein Total-Herbizid. Es blockiert ein für die Pflanzen lebenswichtiges Enzym. Die Zulassung in Deutschland erfolgte 1974.

Verkauft werden nach einer Studie von 2016 weltweit mehr als 800.000 Tonnen pro Jahr, in Deutschland rund 5000 Tonnen - davon nur ein Bruchteil an Privathaushalte. Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die Internationale Agentur für Krebsforschung schätzte es als wahrscheinlich krebserregend ein, Zulassungsbehörden großer Agrarstaaten sahen hingegen keine Gefahren.

Mitte der 1990er Jahre kamen gentechnisch hergestellte Nutzpflanzen auf den Markt, auf die Glyphosat keine Wirkung hat. Damit lässt sich das Mittel auf bepflanzten Feldern verwenden - wie auf mehr als 90 Prozent der Mais-, Soja- und Baumwoll-Anbauflächen in den USA.

F&A Landwirtschaftsministerium zu Glyphosat

Erhebungen zum Einsatz von Glyphosat in Deutschland, Uni Göttingen

F&A des BfR zu Glyphosat

Umweltbundesamt zu Glyphosat

Anwendungsbestimmungen für Glyphosat

WHO-Studie zum Glyphosat

IARC-Studie zum Glyphosat