Berlin (dpa) - Jetzt richtet sich der Fokus auf Brasilien. Nach einem kurzen Freizeitprogramm im Anschluss an das 1:1 gegen Spanien und dem Umzug nach Berlin startet Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag die kurze Vorbereitung auf den zweiten WM-Härtetest gegen die starken Südamerikaner.

Es ist das erste Wiedersehen nach dem 7:1-Triumph des deutschen Fußball-Nationalteams im WM-Halbfinale vor vier Jahren. "Ich finde Brasilien zwei Klassen besser als 2014", sagte Toni Kroos.

Löw erhofft sich am Dienstagabend im ausverkauften Olympiastadion weitere wertvolle Erkenntnisse Richtung Russland. Er wird die Startelf auf mehreren Positionen umbauen und so die letzte Sichtung vor der Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders auch zum individuellen Vorspielen einiger Kandidaten nutzen. "Wir werden personell ein bisschen anders auftreten und dabei sehr viele Erkenntnisse gewinnen können", sagte der Münchner Mats Hummels.

Drei Veränderungen hatte Löw gleich nach dem intensiven Spiel gegen die Spanier angekündigt: Herthas Marvin Plattenhardt sowie die beiden Manchester-City-Profis Ilkay Gündogan und Leroy Sané dürfen sich beweisen. Dafür fehlen die WM-Fixkräfte Thomas Müller und Mesut Özil, die Löw vorzeitig nach Hause entließ. Emre Can reiste am Wochenende wegen anhaltender Rückenprobleme aus dem Teamquartier ab. Sebastian Rudy checkte dafür nach der Geburt seines Sohnes im DFB-Hotel ein.

23 Akteure umfasst damit noch der Kader. Am Sonntagnachmittag kann Löw seine Brasilien-Pläne im Geheimtraining einem ersten Praxistest unterziehen. "Brasilien ist das gleiche Kaliber wie Spanien, wenn nicht noch mit etwas mehr Offensivkraft", sagt Jérôme Boateng: "Es ist ein guter Test, da können wir noch mal sehen, wo wir stehen."

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