Berlin (dpa) - Die deutsche Basketballerin Satou Sabally hat Sportler aufgefordert, sich auch mehr zu sozialkritischen Themen zu äußern.

So sollten mehr männliche Athleten ihre Unterstützung für den Frauensport zeigen, was nicht oft genug passiere, sagte die 22-Jährige dem Deutschlandfunk. "Es gibt jetzt eine große Welle hier in Amerika, und das finde ich richtig gut, dass mehrere Athleten halt auch zeigen, dass sie menschliche Seiten haben und dass sie zeigen, was sie außerhalb vom Sport machen", betonte Sabally.

Die in New York geborene und in Berlin aufgewachsene Basketballerin war zuletzt beim Draft der Profiliga WNBA von den Dallas Wings bereits an zweiter Stelle gezogen worden - so früh wie keine andere Deutsche vor ihr. Zuletzt spielte sie drei Jahre am College in Oregon. Sie sehe sich auch als Vorbild "für andere Frauen oder Mädels, die dann auch diesen Weg beschreiten möchten", sagte Sabally.

Den Deutschen Basketball-Bund forderte sie auf, die Frauen-Nationalmannschaft besser zu fördern. "Wir können auch eine Talentschmiede sein, wie zum Beispiel Belgien", sagte Sabally, die einen Vater aus Gambia und eine Mutter aus Deutschland hat und sich daneben auch als Kind der USA sieht.

Rassismus im Sport und in der Gesellschaft seien ihr nicht unbekannt, sagte Sabally. "Es geht nicht um aggressiven Rassismus. Es geht oftmals auch um passiven Rassismus, der einfach so so tief verankert ist", erklärte Sabally und berichtete vor allem von Bemerkungen bezüglich der Hautfarbe. Wenn viele schwarze Sportler mehr darüber redeten, werde es eine Verbesserung geben, unterstrich sie.

Sabally-Profil auf Homepage des DBB

Aussagen im Deutschlandfunk