38. Hüttenröder Pfingst-Volleyball-Wettkampf

Beachtliche Volleyball-Familie trifft sich zum größten Freiluftturnier

15.06.2011, 04:38

Auch die 38. Ausgabe des traditionellen und deutschlandweit bekannten Volleyball-Turniers am Hüttenröder Astberg war ein voller Erfolg. Unter dem Motto "Rein in den Harz und ran ans Netz" wetteiferten über 70 Mannschaften um die begehrten Pokale.

Hüttenrode. Schon am Donnerstag vor Pfingsten erbauten die ersten Teilnehmer ihre Zelte am Sportgelände des SV Glück auf – das Mekka des deutschen Volleyballsports (größtes offenes Freiluftturnier) hatte seine Pforten wieder geöffnet. Da der Wettstreit keine Leistungsbegrenzung hat, durften auch wieder einige höherklassige Athleten bestaunt werden. Am Start waren insgesamt 14 Spieler aus der 1. und 2. Bundesliga sowie vier Teams aus der Regionalliga. Eine große Anzahl stellten jedoch die echten Volkssportler – zusammen mit den "Profis" bildeten alle eine große Familie. Erstmals waren auch Spieler aus Aachen dabei. Eine noch weitere Anreise hatte ein Spieler von TuS Hohenschönhausen, er war aus dem Ural angereist.

Das Eröffnungsspiel bestritten Pokalverteidiger Potsdam mit Nationalspieler Oesterreich und Delitzsch (mit Spielern 2. Bundesliga). Am Ende hatte der Vorjahressieger mit 2:0 die Nase vorn. Es folgte die offizielle Eröffnung durch Schirmherr Dr. Michael Ermrich, erstmals wieder unterstützt vom Taubenstart

Nach den Vorrundenspielen traf im Finale der Damen der ewige Dritte SV Entenhausen auf Reform Magdeburg. Gegen den ehemaligen Titelträger aus der Landeshaupstadt siegte der SVE souverän mit 3:0. Vor dem Finale sorgten die kleinen Hüttenröder Puschelkinder XXS (fünfjährige Vereinsmitglieder) mit ihrem Auftritt für Aufsehen.

Das Endspiel der Herren – vor dem Finale fuhren Miss und Mister Volleyball mit einer Ponykutsche vor – war anfangs hart umkämpft. Zunächst ging das Team Quanta na mera aus Erfurt mit 1:0 in Führung, dann setzte sich die größere Routine der Ex-Bundesligaspieler von Auf Glück Rode Hütten durch – sie siegten deutlich 3:1. Tollen Volleyballsport sahen die Anwesenden aber schon in den Halbfinals, als Vorjahressieger Potsdam Rode Hütten mit 1:2 unterlag und Quanta na mera gegen Wilhelmstal knapp 2:1 siegte.

<6>Höhepunkte gab es in Hüttenrode einige weitere mehr: die Hexennacht, die Kindergeschichte von Minna, die Organisator Peter Gehlmann seit nunmehr 30 Jahren erzählt, das Würfeln und Malen für Kinder und vor allem die Partys im Festzelt gehörten dazu.

<7>Eine Spielerin vom Damen-Siegerteam SV Entenhausen - sie spielt sonst in der Regionalliga für den TSV Leipzig war begeistert: "Das Spielniveau ist enorm, das Drumherum mit vielen Kleinigkeiten einmalig!"

Peter Gehlmann: "Die wohl eindrucksvollste Anerkennung war der Fakt, als wir uns bei den 78 Hüttenröder Helfern bedankten und die Zuschauer spontan Beifall spendeten. Dank gilt auch der Feuerwehr, der Stadt, dem Ortsbürgermeister, der Polizei, dem Förster."