Lang erwartetes Ergebnis nach eingehender Prüfung

Berufskrankheit wird anerkannt

Von Emmi Schulze 22.10.2012, 01:18

Zu den von uns bei den verschiedensten Anlässen am meisten ausgesprochenen guten Wünschen gehört wohl "beste Gesundheit". Und wie wichtig eine gute Gesundheit ist, kann sicher nur der richtig ermessen, den gesundheitliche Beeinträchtigungen plagen.

So ergeht es einem Leser aus Oschersleben, dessen schlechter Gesundheitszustand nach Meinung des behandelnden Arztes durch Einflüsse während der Ausübung seines Berufes entstand. Immerhin war er 27 Jahre in einem Tanklager beschäftigt und hatte dort intensiven Kontakt zu benzolhaltigen Stoffen. Der Arzt stellte darauf einen Antrag auf Anerkennung einer Berufskrankheit.

Doch die Bearbeitung durch die Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution BGHW in Mannheim zog sich hin. Deshalb bat die Familie schließlich die Redaktion Leseranwalt der Volksstimme um Unterstützung.

Die uns auf unsere Nachfrage hin zugesandte Stellungnahme ließ ernsthafte Bemühungen zur Klärung des Falls erkennen. Allerdings wurde aber auch deutlich, dass für eine Entscheidung das Urteil von Fachärzten und verschiedenen Gutachtern notwendig waren.

Wie uns die BGHW außerdem mitteilte, gab es zunächst auch keine ganz einheitliche Meinung der Gutachter. Einer schloss zum Beispiel einen möglichen Zusammenhang zwischen der Benzolbelastung und familiären anlagebedingten Faktoren nicht aus. Dieser Meinung folgte die Berufsgenossenschaft nicht. Weshalb nochmals ärztlicher Rat vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin in Cas-trop-Rauxel eingeholt wurde.

Das Ergebnis liegt jetzt auf dem Tisch. Unser Leser teilte uns jetzt mit: "Wir haben von der Berufsgenossenschaft Bescheid bekommen. Meine Krankheit wurde als Berufskrankheit anerkannt. Wir möchten uns recht herzlich für Ihre Bemühungen bedanken."